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Diese Internetseite erinnert an jüdische Menschen, die in der Stadt Eschweiler im Rheinland lebten oder familiäre Verbindungen nach Eschweiler hatten.

  • Das Kapitel „Geschichten“ berichtet über das Schicksal einzelner Personen oder Familien.
  • Im Kapitel „Personen“ entsteht eine Kartei, die alle auffindbaren Lebensdaten von Eschweiler Juden seit der Zeit um 1800 enthalten soll.
  • Das Kapitel „Stolpersteine“ führt einige der Personen auf, die als Juden oder aus anderen Gründen in der Nazizeit verfolgt und ermordet wurden. Die so genannten Stolpersteine sollen an sie erinnern. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat bislang 42 dieser Gedenksteine in Eschweiler verlegt.

Das Schicksal vieler jüdischer Familien ist noch unerforscht. Ich bin dankbar für Ergänzungen und Hinweise, die mithelfen, die Erinnerung zu bewahren.

Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

 

Aktuelle Nachrichten

Er ging mit Anne Frank in den Kindergarten

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Dr. Dan Philipp ist ein gebürtiger Aachener. Er war zehn Jahre alt, als er im November 1938 Deutschland verließ. Jetzt reiste er aus Israel an, um dabei zu sein beim Verlegen von Stolpersteinen für seine Tante Frieda Cahn geborene Philipp und Hugo Cahn, ihren Mann, die beide 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurden. Am 15. Juni 2016 wurden für diese beiden und weitere 21 ermordete jüdische Bürger Gedenksteine in Aachen verlegt.

Zu den Menschen, an die Dr. Philipp sich erinnert, gehört auch Anne Frank, deren berühmt gewordenes Tagebuch zu den bewegendsten Zeugnissen verfolgter Juden aus der NS-Zeit gehört, und deren Großvater aus Eschweiler stammte.

Anne Frank, geboren am 12. Juni 1929 in Frankfurt, wohnte von September 1933 bis zum 16. Februar 1934 bei ihrer Großmutter Rosa Holländer-Stern in Aachen, im 1. Stock des Hauses Pastorenplatz 1. Und der fast gleichaltrige Dan Philipp wohnte schräg gegenüber, im 1. Stockwerk des Hauses Roonstraße 23. Das war sein Elternhaus – seine Mutter war die Besitzerin. „Von dort im 1. Stock habe ich den Aufmarsch der Hitlerjugend gesehen“, erzählte er bei der Gedenkstein-Verlegung. ... 

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Aachen gedenkt Lina Holländer aus Eschweiler

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -In Aachen erinnert jetzt ein Stolperstein an Lina Holländer. Die gebürtige Eschweilerin - das Foto links zeigt sie im Jahr 1912 - wurde 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Ihr Mann Joseph, ebenfalls aus Eschweiler stammend, war 1935 gestorben.

Drei Kinder des Ehepaares entkamen der Vernichtung: Dina Holländer und ihr Bruder Eugen fanden in den USA eine neue Heimat, Erich Holländer überlebte in einem Versteck in Holland und nahm nach dem Krieg die niederländische Staatsangehörigkeit an.

Aus den USA und aus Israel waren eigens Nachkommen überlebender Verwandter angereist, um dabei zu sein, als der Kölner Künstler Gunter Demnig am 15. Juni in Aachen 23 so genannte Stolpersteine verlegte, zum Gedenken an Juden, die in der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden ...

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Viele Angehörige von NS-Opfern bei der Stolperstein-Verlegung 2015

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -„Als Vertreter des Arbeitskreises >Stolpersteine gegen das Vergessen< begrüße ich alle Teilnehmer dieser Gedenk- und Kunstaktion ganz herzlich. Ich freue mich, dass so viele Menschen gekommen sind. Und dass wir endlich einmal schönes Wetter bei dieser Aktion haben...“ – am Nachmittag des 11. Juni 2015 konnte ich gut zwei Dutzend engagierter Eschweiler Bürger, darunter auch Bürgermeister und Stolperstein-Pate Rudi Bertram, zur vierten Verlegung von Stolpersteinen in Eschweiler willkommen heißen. Auch der Kölner Künstler Gunter Demnig, Erfinder der Stolpersteine, freute sich über das warme Sommerwetter. Er hatte zuvor vier Tage lang in Norwegen seine Gedenksteine verlegt – bei Temperaturen nur knapp über Null.

Verlegt wurden diesmal 15 Stolpersteine an neun Stellen im Stadtgebiet. Die Rundfahrt führte von der Kirche St. Peter und Paul, wo ein Gedenkstein nun an den Pfarrer Friedrich Dinstühler erinnert, über Indestraße und Kochsgasse zum Senioren- und Betreuungszentrum an der Odilienstraße, und dann wieder in die Innenstadt, weiter zum Patternhof und zur Dürener Straße Richtung Weisweiler.

Das Bild rechts zeigt einen der jetzt verlegten Stolpersteine. Er erinnert an Johann Raith.

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57 Stolpersteine in Eschweiler: Alle Daten sind jetzt auf dieser Website

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Bis Ende 2014 wurden in Eschweiler 42 Gedenksteine, die so genannten Stolpersteine, durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Sie erinnern an die Schicksale von Menschen, die dem nationalsozialistischen Regime zum Opfer fielen. Weitere 15 dieser Stolpersteine sollen am 11. Juni verlegt werden. Die Aktion beginnt um 13.30 Uhr vor der Kirche St. Peter und Paul am Markt. Dort soll ein Stolperstein an den Pfarrer Friedrich Dinstühler erinnern. Für alle 57 Eschweiler Stolpersteine sind jetzt die Daten der Opfer in Kurzbiografien, die Texte der für sie verlegten oder geplanten Stolpersteine, die Adressen der letzten selbst gewählten Wohnsitze und - soweit bereits verlegt - auch Fotos der Stolpersteine selber auf dieser Website verzeichnet, zu finden unter der Rubrik "Stolpersteine". Das Foto oben zeigt mehrere der Stolpersteine, die am 13. Dezember 2014 in Weisweiler, Eschweiler, Röthgen und Dürwiß verlegt wurden.


Rosa Breukers: Eine treue Hausangestellte sucht nach verschollenen Juden

Viele Menschen in Deutschland wollten nach dem Krieg und nach dem Zusammenbruch gar nicht so genau wissen, was mit den Juden geschehen ist. „Davon haben wir nichts gewusst“ war ein Spruch, den man häufig hörte. Hier soll an eine Frau erinnert werden, die anders reagierte: Rosa Breukers aus Eschweiler.

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Die Geburtsurkunde
von Andres Meyer Kahn
aus Weisweiler

 

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Detail: Die Unterschriften

Eine Urkunde von 1802

Spurensuche in Archiven

Urkunden wie diese aus dem Archiv des Eschweiler Standesamtes, das vom Eschweiler Geschichtsverein betreut wird, bergen viele Informationen zur Geschichte jüdischer Familien. Aber das Entziffern ist oft nicht einfach. Hier der Text der nebenstehenden Geburtsurkunde.

Geburts-Akt
No. 33 Mairie von Weisweiler
Gemeinde-Bezirk von Aachen
Vom einundzwanzigsten Tag des Monats Thermidor zehnten Jahr der fränkischen Republik (9. August 1802, nicht wie oben am Rand der Urkunde notiert 15. August 1802).
Geburts-Akt von Andres Meyer Kahn gebohren den einundzwanzigsten Thermidor um vier Uhr des morgens, Sohn von Meyer Kahn und Sibilla Handels Juden in Weisweiler. Das Geschlecht ist für männlich erkannt worden.
Erster Zeuge Moyses Isac Handels Jud in Weisweiler zwanzig vier Jahr alt. Zweiter Zeuge Simon Abraham Handelsjud in Weisweiler fünfzig Jahr alt. Auf die Afforderung, die an uns gemacht worden von Meyer Kahn, Vater des Kindes.
Und haben unterschrieben
Meyer Cahen
Moises Isac
Simon Abraham
Beurkundet dem Gesez gemaes von mir J. M. Breuer adjoine (Beigeordneter) von Weisweiler, das Amt eines oeffentlichen Beamten des Civilstandes versehend.

 

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